Tele Columbus prüft derzeit gemeinsam mit dem Verschlüsselungspartner NDS sowie ausgewählten Geräte-Herstellern, inwieweit die CI+ Spezifikation durch ein entsprechendes CI-Modul umgesetzt werden kann. Parallel dazu führt Tele Columbus, Deutschlands drittgrößter Kabelanbieter, Gespräche mit dem Fachhandel, um den Wettbewerb im Receiver-Markt zu forcieren. Ziel der Initiative ist ein vielfältigeres und flexibleres Hardware-Angebot für alle TV-Endkunden.
„Die Schaffung eines neuen CI-Standards – einer auch zukünftig sicheren Common-Interface-Schnittstelle für Conditional Access-Module – ist eine Chance für den offenen Receiver-Markt, der den Kunden mehr Wahlfreiheit sichern und die Digitalisierung im Sinne der Endkunden vorantreiben wird“, betont Markus Schmid, COO und President der Tele Columbus Gruppe.
Neben den von Tele Columbus zur Verfügung gestellten Leih-Receivern werden künftig auch geeignete und entsprechend spezifizierte Digitalreceiver im Handel erhältlich sein, geht es nach den Vorstellungen des Unternehmens. Dies geschieht in Orientierung an den gesetzlichen Rahmenbedingungen und in enger Abstimmung mit den vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Inhalte-Anbietern. Alle von Tele Columbus künftig empfohlenen und getesteten Receiver werden eine neue Generation von Free- und Pay-TV-Angeboten sowie eine Vielzahl zukunftsweisender Mehrwertdienste und Zusatzfunktionen wie Digitale Videorekorder (DVR), Pay-per-View (PPV) und Video-on-Demand (VOD) ermöglichen.
Bislang konnte Kunden mit CI-Receivern und entsprechend ausgestatteten Fernsehern kein technisch sicherer Zugang zu Programmpaketen mit unterschiedlicher Verschlüsselungstechnik (Conditional Access System) geboten werden. Programmveranstalter und Studios wünschen sich zur Sicherung des Urheberrechtsschutzes eine Erweiterung des bisherigen Standards auf interaktive Applikationen und HDTV-Formate. Die daraus resultierenden neuen CI+ Standards ermöglichen eine Entwicklung, die Tele Columbus mit Blick auf seine Partner und Kunden begrüßt und aktiv unterstützt.
„Wir setzen konsequent auf offene Standards und rücken damit den Kundennutzen noch entschiedener ins Zentrum unserer Anstrengungen“, erläutert Markus Schmid. Er fasst die Entwicklung der letzten Monate zusammen: „Durch unsere Kooperation mit Eutelsat, die wir im Februar 2008 bekannt gaben, kann den Kabelkunden erstmals eine große Vielfalt der deutschen Privatprogramme in digitaler Qualität zur Verfügung gestellt werden. Durch die Zusammenarbeit mit NDS, die wir im März vereinbarten, bieten wir unseren Programmpartnern einen optimalen Schutz vor Missbrauch. Und durch die heute bekannt gegebene Ausrichtung auf die künftige Common Interface Spezifikation CI+ öffnen wir den Kunden Wahlfreiheit beim Kauf ihrer Receiver – und behalten gleichzeitig die hohen Sicherheitsstandards für unsere medialen Angebote bei.“
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